Ernährung bei Depression
Ernährungsberatung bei Depression und Antidepressiva ist aus verschiedenen Gründen sinnvoll
Ernährungsberatung bei Depression und Antidepressiva ist aus verschiedenen Gründen sinnvoll
Bei der Diskussion um die unerwünschten metabolischen Wirkungen von Psychopharmaka wird häufig übersehen, dass auftretende Veränderungen von Appetit und Körpergewicht auch Folgen der psychischen Erkrankung sein können.
Eine diagnostizierte Depression ist ebenso prädiktiv für die Entstehung von Adipositas wie umgekehrt eine Adipositas für die Diagnose einer Depression.
Antidepressiva können durch die Beeinflussung von Neurotransmittersystemen verschiedene ernährungsabhängige Nebenwirkungen hervorrufen. Durch Beobachtung und Kontrolle können diese rechtzeitig behandelt werden, bevor Beschwerden und Folgen auftreten.
Je nach Antidepressiva können Glucosestoffwechselstörungen, Dyslipidämie, Hyper-und Hypotonie auftreten. Deshalb sollten regelmässig Blutzuckerspiegel, HbA1c, Blutfettwerte und Blutdruck kontrolliert und frühzeitig Ernährungsberatung angemeldet werden.
Auch bei Gewichtsveränderungen sollte die Ernährungsberatung möglichst früh beigezogen werden. Nebenwirkungen von Antidepressiva wie Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, vermehrte Speichelbildung, Bauchschmerzen, Appetitverminderung, Dysphagie, Dysgeusie, Rachen- und Zahnschmerzen können durch die Ernährungsberatung positiv beeinfluss werden und dadurch eine Mangelernährung sowie Abbau von Muskeln und Kraft, Schwächung vom Abwehrsystem und Erhöhung der Anfälligkeit für Infektionen verhindert werden.
Ebenso kann die Ernährungsberatung bei Obstipation, Sodbrennen, Gastritis, Flatulenz, Diarrhö und Dyspepsie hilfreich sein.
Die Compliance bezüglich medikamentöser Therapie verbessert sich durch ausgewogene Ernährung, da sie einen positiven Einfluss auf die Nebenwirkungen von Antidepressiva hat.
Deshalb ist die ausgewogene Ernährung nach der Lebensmittelpyramide auch für die Psyche wichtig.
Für viele Menschen mit Depression ist es schwierig, sich ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Sie laufen daher Gefahr, in qualitativer und quantitativer Hinsicht mangelernährt zu sein.
Ich bestärke in meiner Beratung bestehende gesunde Verhalten. Dazu entwickele ich zusammen mit den Betroffenen und ihren Angehörigen eine individuelle, langfristige Lösung, die alle Aspekte, einschliesslich etwaiger zusätzlicher medizinischer Themen, umfasst.
Die Kosten meiner Beratungen werden mit einer ärztlichen Verordnung von der Grundversicherung übernommen.
Für die Resorption der oralen Medikamente, braucht es einen gut funktionierenden Verdauungstrakt. Ein atropher Darm bei Zöliakie ohne glutenfreie Ernährung, eine unbehandelte Pankreasinsuffizienz oder ein High-Output Stoma, etc. erschweren die Resorption von Medikamenten.
Bei Stoffwechselkrankheiten, einem BMI von 25 und mehr, Fehl- sowie Mangelernährung oder bei Vorliegen einer der anderen Krankheiten kann ich meine Beratung mit dem offiziellen Formular für Anmeldung zur Ernährungsberatung über die Grundversicherung abrechnen.
Nebenwirkungen
vermeiden