Ernährung nach Darmoperationen

z.B. Ileostoma, Colostoma

Viele Patient:innen leiden nach viszeralchirurgischen Eingriffen unter Magen-Darm-Beschwerden.

Verbesserung der Lebensqualität durch Ernährungsberatung

Darmoperationen können auch noch Jahre später einen Einfluss auf die Lebensqualität haben. Häufig treten Beschwerden wie Diarrhoe (Durchfall), Steatorrhoe (Fettstühle), Meteorismus (Blähungen) und Flatulenz (Windabgang) auf, oftmals verbunden mit Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust.

Die Ursachen für Verdauungsbeschwerden sind vielfältig. So kann beispielsweise ein Gallensäureverlust-Syndrom entstehen, wenn der enterohepatische Kreislauf unterbrochen ist. Ebenso kann ein SIBO (bakterielle Dünndarmfehlbesiedelung), also ein Ungleichgewicht des Darmmikrobioms, Beschwerden verursachen.

Dank meiner langjährigen Berufserfahrung in der hochspezialisierten Chirurgie unterstütze ich gezielt bei der Abklärung möglicher Ursachen sowie bei der Entwicklung individueller Lösungsansätze.

Ernährung bei Stoma (künstlichem Darmausgang)

Bei einem Stoma gibt es keine allgemeingültige Diät. Die Ernährung sollte stets individuell angepasst werden, insbesondere bei bestehenden Unverträglichkeiten, um eine Mangel- oder Fehlernährung zu vermeiden.

Sowohl beim Ileostoma als auch beim Colostoma ist ein stabiles Körpergewicht von zentraler Bedeutung. Gewichtsveränderungen können die Form der Stomaöffnung beeinflussen, was die Passform der Versorgung (Halteplatte) beeinträchtigen und zu Leckagen führen kann.

Wissenswertes

Wasser und ungesüsste Getränke können den Stoma-Output erhöhen, da die enthaltene Flüssigkeit vom Körper nur unzureichend aufgenommen wird. Im ungünstigen Fall kann dies sogar zu einer Dehydrierung führen.

Isotone Getränke können helfen, den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zeigt sich unter anderem daran, dass regelmässig Urin ausgeschieden wird und dieser eine helle Farbe aufweist.

Zuweisung zur Ernährungsberatung

Mit einer ärztlichen Verordnung werden die Kosten für meine Beratung zur Ernährung von der Grundversicherung der Krankenkasse übernommen. Nach Darmoperationen besteht die Indikation „Krankheiten des Verdauungssystems“. Für eine fundierte Betreuung,  legen Sie der Verordnung bitte auch Operations- und Austrittsbericht bei.

Verbesserung der Lebensqualität